Existentielle Perspektiven

„Wer bin ich? Und was will ich wirklich?“ – diese Fragen beschäftigen nach einer Umfrage der Wiener Philosophischen Praktikerin Cornelia Moslechner-Bruell vom Herbst 2020 sehr viele Menschen.

Nach meiner Erfahrung gilt dies nicht nur in offensichtlich existentiellen Lebenssituationen (Verlust wichtiger Beziehungen oder des Arbeitsplatzes, Kränkungen, Lebensumbrüche, …).

Auch in beruflichen Konflikt- und Entscheidungssituationen ist es fundamental, neben den unterschiedlichen Einflussfaktoren auch eigene Bedürfnisse, Motive, Grenzen und Potentiale zu erkunden und Klarheit über die eigenen Ziele zu erlangen.

Was ist mir wirklich wichtig? Wofür stehe ich? Was kann ich mir (noch) bieten lassen? Und wo muss ich um meiner selbst willen Grenzen setzen und Position beziehen?

Die je eigene Antwort bietet eine Richtschnur für die Lebensplanung, die Gestaltung von Beziehungen, für private und berufliche Entscheidungen.

Wie oft befinden wir uns in Situationen, in denen wir das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren und v.a. die Interessen und Ziele anderer Menschen im Blick zu haben, als die eigenen?

Wie oft fühlen wir uns aufgerieben zwischen den Ansprüche im Job und der Verantwortung für Kinder, Eltern oder andere uns wichtige Menschen?

Wie oft fragen wir uns:

„Ist das, was ich leiste, wirklich gut? – Und reicht es aus?“

„Liegt es wirklich an mir, wenn ich immer wieder in Konflikt gerate mit Chefs, Kolleg*innen oder meinem Partner/meiner Partnerin?“

„Warum übernehme ich so oft mehr Verantwortung als Andere?“

Neben einer ehrlichen Betrachtung der jeweiligen Situation kann die Besinnung auf die eigenen Bedürfnisse, Werte, Fähigkeiten, aber auch auf die situativen und persönlichen Grenzen dabei unterstützen, wirklich stimmige Ziele zu finden, deren Umsetzung Kraft gibt und Lebensfreude.

Welche sind das überhaupt? Was ist Ihnen wichtig? Wofür stehen Sie im Privatleben und bei Ihrer Arbeit?

Diese und ähnliche Fragen können Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit sein.